Erbaut um das Jahr 1750

Der Hohenfelder Hof

Qualität hat eine lange Tradition

Der Bauernhof liegt inmitten einer idyllischen Landschaft umgeben von Feld, Wiesen und am Rande des eindrucksvollem Naturschutzgebietes Hohenfelder Moor im Landkreis Steinburg. Gerade Schleswig-Holstein besticht durch landschaftliche Schönheit und Vielseitigkeit, welche Sie hier hautnah auf dem Hof erleben können.

Freilaufende Hühner, kleine Katzenkinder, zwei Hunde und Schweine sowie in Freilandhaltung als auch in Ställen finden hier Ihr Zuhause. Unser Schwerpunkt liegt in der Aufzucht, der Zerlegung und Verarbeitung von Freilandtieren. Im Zuge dessen bieten wir Ihnen hofeigene Waren an, welche nach alter Tradition und altbürgerlichen Rezepten produziert werden.

Freilaufende Hühner gibt es auf dem Hohenfelder Hof seit 2019. Das Hühnerhaus ist mit einem großzügigen Laufgehege verbunden.

Der Hohenfelder Hof ist mehr als 300 Jahre alt und baulich vermutlich auf die Zeit von 1750 zurückzuführen. In der Geschichte seiner Landwirtschaft haben viele Tierarten hier eine Behausung gefunden. Allein in der jüngeren Nachkriegsgeschichte wurden auf dem Hof Kühe als Milchvieh, Rinder als Schlachtvieh, Hühner, Gänse und dann auch Schweine gehalten. Um 1990 herum spezialisierte sich Hans Mohr dann auf die Schweinehaltung; andere Tierarten wurden nicht mehr gehalten. Heute bewegt sich der Hof zurück zu einer artgerechten Haltung mehrerer Tierarten, er bleibt jedoch bei der Spezialisierung auf die Schweinehaltung.

Hier warten die Freilandschweine des Hohenfelder Hofes auf Ihre Futterration. Schweine verschiedener Rassen stehen am Futtertrog.

Die Gebäude

Geschichte und Bauweisen der Wirtschaftsgebäude

Das älteste Gebäude des Hohenfelder Hofes ist fast 300 Jahre alt, die jüngsten stammen aus dem 19 und 20. Jahrhundert. In ihrem Zusammenspiel zeichnen sie ein sehr vielschichtiges Bild vom Leben der Menschen in früheren Zeiten. Sie vermitteln Kenntnisse über das Bauen und Wohnen in früheren Zeiten, über den Alltag von wohlhabenden Bauern deren Verständnis für die Landwirtschaft und den Umgang mit Mensch, Tier und Natur.

Die unterschiedlichen Lebensverhältnisse der Menschen innerhalb einer bestimmten Zeit veränderten sich auch über die Jahrhunderte. Diese Veränderungen an den zum Teil sehr alten Gebäuden legen auf eindrucksvolle Weise Zeugnis davon ab.

Das Bauernhaus von Peter und Hertha Mohr. Die Aufnahme wurde nach dem Kriegsende gemacht, um das Jahr 1950 herum.

Fünf Gebäudeensembles die nicht voneinander stark abgegrenzt, sondern fast ineinander übergehend angelegt sind, wurden dem Bauernhaus nach und nach hinzugefügt. Dabei bildet „Das Bauernhaus“ gewissermaßen den Mittelpunkt des Hofes. Nach der stattlichen Versteinerung von etwa 1840 bis 1850 wurden zwischen 1978 und 1990 neue hölzerne Flügelfenster eingesetzt. Die Verblendung des historischen Mauerwerks und die Gestaltung des Portals wurde im Zustand von 1965 belassen.

Das einzigartige Ambiente des Bauernhauses und deren Wohnhalle und Wohnräume aus dem 18. Jahrhundert, auch Beletage genannt, lädt zum Verweilen ein. Das Bauernhaus wurde als Fachhallenhaus von elf Fach in Zweiständerbauweise erbaut. Die Nadelhölzer, welche wenig geräuchert wurden, erzeugen beim Betreten des Dachbodens ein eindrucksvolles Bild von der damaligen Bauweise. Die westliche Ständerreihe im fünften Gebinde hinter dem Vordergiebel zur Erweiterung des Wohnteils wurden ursprünglich versetzt. Welche mit Kehlbalkenlage und Hahnenhölzern in den vorderen vier Gebilden (Kornboden) verbaut wurden, befinden sich im hinteren Teil nur Hahnenhölzer. Ein steil geneigtes Satteldach mit einer formidablen Reetdeckung, Uhlenfluchten, Heidefirst, Hinklauen und Giebel als Halbwalme vervollständigen das Gesamtbild.

Das Haupthaus des Bauernhofes in der Seitenansicht vom Oberreiher Weg aus. Das Bild ist vergleichsweise jung und im Jahr 2017 entstanden.

Die Außenwände des Bauernhauses wurden 1840-1860 mit roten Backsteinen, auch Klinker genannt, im Kreuzverband auf einem Ganitsockel versehen. Holzflügelfenster mit einfacher Sprossengliederung und in der Mitte der Wohngiebelseite eine zweiflügelige Holzfüllungstür mit Oberlicht (kassizistische Kassettengliederung) gerahmt und zwei hohen Dielenfenstern runden das Bild eines typischen Reetdach Hauses ab.

Ende des 19. Jahrhundert wurde der Bau eines Göpelschauers westlich neben dem Wirtschaftsteil mit einem flach geneigtem Kegeldach, einer Teerpappdeckung und Außenwänden mit Verbretterung. Um 1896 wurde der Anbau eines Viehstalles, östlich an dem Bauernhauses mit einem flach geneigtem Satteldaches mit Teerpappdeckung, Außenwänden mit Backsteinen im Kreuzverband und im Obergeschoß als Drempel mit Verbretterung veranlasst. Gußeiserne Stallfenster, welche heute leider nicht mehr zu sehen sind, waren für diese Zeit kennzeichnend.

1925 wurde der Bau eines kleinen Wirtschaftsgebäudes im Winkel westlich hinter dem Bauernhauses errichtet. Wieder mit einem steil geneigtem Satteldach mit roten Tonpfannen und Außenwänden mit Backsteinen im Läuferverband. Um 1938 wurde der Göpelschauer abgerissen. 1958 kam ein weiter Viehstall hinzu. Dieser wurde westlich an das Bauerhaus angebaut. Ein flach geneigtes Satteldach mit grauen Wellplatten, die Außenwände zweischalig, mit roten Verblendsteinen und im Obergeschoß als Drempel mit Wellplattenverkleidung. Im selben Jahre wurde die Erneuerung der Wirtschaftsgiebelseite  des Bauernhauses in gleicher Bauweise errichtet. Etwas später kam die Neudeckung des Dachwerkes  des Wirtschaftsgebäudes von 1925, mit grauen Wellplatten und Außenwänden zweischalig mit roten Verblendsteinen. Im Jahre 1965 Verkleidung der Außenwände im Wohnteil des Bauerhauses auch mit den schon erwähnten roten Verblendsteinen. Dabei wurde der Granitsockel entfernt. Querformatige asymmetrisch geteilte Holzkippfenster (im Dielenbereich) welche heute mit einem geänderten Format aufwarten. An der Wohngiebelseite befindet sich noch heute eine zweiflügelige durchfensterte Holztür mit Oberlicht und Plattenlaibung. Ein bezeichnender Heimatstil der 50er Jahre. Die Beseitigung der Schurlindenreihe, war eine der letzten größeren Amtshandlungen um das Bild des Wohnteiles des Bauernhauses unabänderlich optisch zu verändern.

Luftbildaufnahme des Bauernhofes aus der Nachkriegszeit. Auf dem Hof wurden zu dieser Zeit hauptsächlich Kühe gehalten.

In den 70er Jahren bis in das Jahr 2005 kamen weitere Wirtschaftsgebäude, ein blauer Siloturm, Güllebehälter und sowohl die Schweinestelle als auch  die heutige Futterhalle für den Mastbetrieb hinzu. Auch wieder in der typischen Steinoptik mit den roten Klinkersteinen im Kreuzverband. Seit 1981 hat die Familie Mohr konsequent damit begonnen, mit der schrittweißen Wiederherstellung der ursprünglichen Fenster- und Türformaten, Beankerung der Außenwände und die wieder Einführung der romatischen Landwirtschaft.

Die sechs Gebäude-Ensembles sind eingebettet in einer wundervollen Landschaft aus kleinen Vorgärten Feldern, und Wiesen. Der Hohenfelder Hof und viele andere Ländereien  sind ein eindrucksvolles Paradigma für die Geschichte Schleswig-Holsteines.

Informations und Abbildungsnachweis: Heimatbuch Hohenfelde ISBN: 3-88042-781-X

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