Die BIO-Schweinehaltung hat starke Schwächen!

Soll man BIO kaufen oder doch nicht? Geht es auch noch besser?

Keine Frage: Die BIO-Haltung bietet Euch als Fleischesser gegenüber der konventionellen Haltung deutliche Vorteile. Aber wo sind eigentlich die Schwächen von BIO?

BIO-Schweinefleisch ist dreimal so teuer wie herkömmliches Fleisch, aber nicht um den Faktor drei besser. Bei der BIO-Haltung muss jede Stufe der Produktion nachweisbar BIO sein: vom Ferkel, über das Futter und der Haltungsbedingungen bis hin zum Transport und der Schlachtung des Tiers. Gut daran ist, dass dies transparent ist und für jeden Verbraucher glaubwürdig erscheint.

Die erhebliche Schwäche der BIO-Haltung sehen wir darin, dass eine artgerechte Haltung der Tiere nicht zwingend vorgeschrieben ist. Die Schweine bekommen statt etwa 1,1 m² Platz nun 1,3 m² im Stallinnenbereich und 1,0 m² im Outdoorbereich zugesprochen. Es ist mehr, aber nicht so viel mehr, dass von einer artgerechten Haltung sprechen kann.

BIO legt Wert auf “Vorschriften”, die zur Transparenz  beim Verbraucher führen sollen, die beim Tierwohl aber zu kurz greifen. Das zentrale Problem besteht nun darin, dass man die Schweine gar nicht wirklich draußen halten könnte, weil sie viel zu fett würden. Dies liegt an daran, dass viele Futtermittel einfach nicht zugelassen sind, mit denen man auch bei Außenhaltung einen Fettabbau betreiben könnte.

Die Katze beißt sich in ihren eigenen Schwanz: Du kannst nicht einfach Kartoffeln füttern oder Heu, Mais. Nein, dies muss alles aus BIO-Anbau kommen. Den Schweinen wäre das aber vollkommen egal. Auch Nahrungsergänzungsmittel, wie Vitaminpräperate, Aminosäuren und Proteinbausteine sind tabu. Die logische Konsequenz: Die Schweine verfetten, wenn sie artgerecht draußen gehalten werden. Um dem zu entgegnen, wird zumindest in Deutschland von einer Outdoor-Haltung Abstand genommen. Wir sagen: Dies macht keinen Sinn. Oder?

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